NEWS BLOG SCHÜLER-BLOG HOME

Schüler-Blog

Workshop-Auftakt des Schülerteams der KunstFensterZentrale

06. November 2019
Farbe klecksen, spritzen, rollen ausdrücklich erwünscht - ein bunter Workshop-Auftakt des Schülerteams der KunstFensterZentrale
Am 17.09.2019 haben wir als Schülergruppe des Geschichts-Kunstprofils von Frau Weber, die die KunstFensterZentrale dieses Jahr mitleitet, verschiedene aleatorische Verfahren (Zufallsverfahren) als aktive Pausengestaltung vorgestellt und mit Freiwilligen durchgeführt.
Das Tolle an den Zufallsverfahren ist, dass sie keine besonderen Begabungen benötigen und man schnell in der Lage ist, prima Ergebnisse zu erzielen.
Aleatorische Verfahren sind ganz einfach Zufallsverfahren, bei denen man nicht genau weiß was am Ende dabei heraus kommt.
Aleatorik ist lateinisch und bedeutet nichts anderes als Würfel, Risiko oder Zufall. Dieser Zufall wird ebenfalls schon seit längerer Zeit in der Kunst als bildgebendes Element benutzt. Max Ernst, ein bedeutender Maler, Grafiker und Bildhauer deutscher Herkunft, nutze den Zufall um seine „Angst“ vor der weißen Leinwand und dem ersten Pinselstrich zu überbrücken. Er legte z. B. Papier auf die Holzdielen seiner Ferienwohnung. Mit einem Stück Kohle rieb er die Maserungen durch und die zufällig entstehenden Strukturen inspirierten ihn zu seiner berühmten Bildserie „Historie Naturelle“

Wir haben den Mitschülern folgende Angebote in der aktiven Pause der KFZ gemacht:

Fadenbilder
Hierbei wird ein Blatt Papier in der Mitte gefaltet und ein Faden in Farbe eingetaucht. Dieser Faden wird dann auf eine Seite des Papiers gelegt und mit den anderen zugeklappt. Anschließend wird der Faden vom zugeklappten Blatt heraus gezogen und geöffnet.

Murmelbilder
Bei den Murmelbildern wird Papier in einen Schuhkarton gelegt und paar Tropfen Farbe verteilt. Anschließend werden Murmeln reingelegt und der Schuhkarton wird mehrmals gekippt.

Pustebilder
Die Pustebilder entstehen, indem Wasserfarben auf ein Blatt getropft werden. Danach werden diese mithilfe eines Strohhalmes auf das Blatt gepustet und verteilt.

Spritztechniken wie Sieb und Zahnbürste
Hierbei wird eine Zahnbürste angefeuchtet und mit der gewünschten Farbe im Tuschkasten versehen. Danach reibt man die Zahnbürste auf das Sieb, sodass sich die Farbe auf dem Blatt verteilt.

Am Anfang fiel uns die Durchführung, vor allem wegen der wuseligen, jüngeren Schüler, die unsere Gruppe in die KFZ hinein gelockt hat, ganz schön schwer.
Wir waren etwas überwältigt von dem hohen Andrang in der kleinen KFZ.
Aber letztendlich hat es jeden Spaß gemacht und alle waren stolz auf die erschaffenen Kunstwerke.
Es herrschte ein angenehmes Klima und viele waren davon fasziniert wie einfach Aleatorik ist.
Im Endeffekt können wir alle sagen, dass es definitiv viel Spaß gemacht hat den KFZ-Workshop zu leiten und organisieren, die Bilder zu kreieren, das Wissen mit anderen zu teilen und andere zu animieren ein Meisterwerk zu erschaffen. Es war ein einzigartiges Erlebnis.

Schülerreporter:
Gur Preet Singh, Medin Beluli, Igor Schmidt, Justin Leibner, Emir Ibishi, Anne C. Böttcher, Marie L. Wolff
Seite: 1